Marokko Mauretanien Grenze

Heute Morgen geht es schon früh um 8 los. Erster Schritt ist tanken, der Sprit soll in Marokko besser und billiger sein. Naja, das mit besser ist so eine Sache. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Raffinie bewusst schlechten Diesel herstellen. Das könnte höchstens am Transport und der Lagerung liegen.

Egal, ich muss sowieso erst mal auf den Tankwart warten. Der gute Man ist so früh noch nicht auf Kundschaft eingestellt. Er muss auch erst alle Türen auf und zu sperren. Aber die Pumpe ist schon an und ich mach für 550dh schon mal Gasoil rein.

Mit Diesel im Tank mache ich mich auf den Weg zur Grenze, was ich auch nach 500m geschafft habe. Jetzt heißt es warten.

Die Aussage, das die Grenze um 8:30 oder 9 auf macht kann schon sein. Aber ich sehe keine Abfertigung. Das heißt wir stehen bis 10Uhr, dann kommt etwas Bewegung rein und ich muss mich bei den LKWs ein reihen, da Rosali geröntgt wird.

Es dödelt vor sich hin, sobald 10m Platz gibt muss ich auch wieder aufschließen. Also Motor an 10m fahren Motor aus.

Wir kommen an 2 Stationen vorbei, die ich ignoriere.

Und warte auf das Röntgen von Rosali. Erst muss ich noch 2 Papiere abgeben.

Nächster Schritt wäre jetzt die Papiere dem Zöllner zu geben, der mir überaus höchst Bildlich die verschiedene Arten von Drogen, Alkohol, Drohnen und Waffen vorführt. Also nochmals zurück zum Scannerhaus.

Jetzt müss ich ein Stück Vorfahren, wo mir dann erzählt wird, dass ich noch den Pass aus Stempel muss.

Beim Passausstempeln brauche ich noch den Fahrzeugschein. Tja, das ist mein Sport für heute.

Damit bin ich auf der Marokkanischer Seite Fertig und kann ins Niemandsland fahren. Es gibt viele Stories darüber, aber es ist für jeden machbar.

Jetzt komme ich zum Mauretanischen Zoll. Alle sind sehr nett, es gibt keine Aufdringlichen Fixer, alles irgendwie geordnet und dank einer Anleitung von meinen Holländer komme ich schnell voran.

Um 13 Uhr bin ich schon draußen, also keine 4 Stunden. Hätte ich mir schlimmer vorgestellt.

Poste Frontière El Guerguarat, Tankstelle

Heute geht es weiter bis zur Grenze. Nach etwa 15km taucht auch wieder die Hauptstraße und die Siedlung auf.

Ich gehe einkaufen. Das Obst Eier und Gemüse ist recht günstig mit 43dh.

Neben an zahle ich für Nudeln, Reis, 4 Konserven je 80g Fisch und 4 Brote 92dh. Ich bin geschockt. Anscheinend sind die Nudeln schon 40dh.

Ich hole mir auch noch 20l Wasser, was auch noch 50dh kostet. Das ist brutal, ich kaufe zum ersten mal seit Jahren Trinkwasser und das auch noch für 30cent/Liter.

Das letzte Wasser hatte schon ein rechtes Geschmäckle, aber trotzdem der Einkauf war fast 20€.

In Mauretanien sollen die Preise 30% höher liegen, also Augen zu, schlucken und durch.

Weiter geht’s auf der Strasse nach Süden. Die Landschaft ist Wüste, oder Dreck mit Müll?

Ich parke an einer Tankstelle neben einem LKW ein. Okay, man könnte auch Müllhalde dazu sagen.

Der schwarze Rauch, jetzt jetzt vermutlich nur das Zeichen, dass die Müllverbrennung erfolgreich arbeitet?!

Grenzstädte haben eigenen eigenen Scharm. Eine Mischung aus Gangster und Abschaum. Egal, ich muss hier sowieso rüber und am Besten morgen früh um 8:30.

Zeit etwas Tee zu trinken und Pfannkuchen mit Marmelade für 25dh zu genießen. In Rosali hat es 35°C und der Kühlschrank will nicht anspringen.

Ich bin mal gespannt auf morgen. Mauretanien soll nochmals 2 Nummern ärmer sein.

Mein Nachbar, es richt aber nicht

Nachts höre ich ab und zu eine Klimaanlage eines LKWs, sonst ist es ruhig.

Am morgen mache ich mir einen Kaffee und natürlich die Gasflasche leer. Ich hänge schnell mein Gas auf die deutsche graue Flasche. Gas geht, aber mein Kühlschrank will nicht. Zicke!

Wenn ich schon an einer Tankstelle stehe mache ich auch noch voll. Das Gasoil soll zwar in Mauretanien günstiger sein, aber ich hab keine Devisen.

Bir Gandouz, Kaserne

Von meinem einsamen Übernachtungsplatz geht es wieder die 16km zur Hauptstraße. Ein LKW fährt gerade vorbei und ich klemme mich dahinter 70-80km/h – paßt für mich.

Die Strasse zieht sich hin, Wüste Rechts, Wüste links und dazwischen 5m Asphalt. Die Strasse ist eigentlich ganz okay, es gibt ab und zu sogar neuen Asphalt. Flüster leise. Ab und zu sieht man Frontscheiben an der Strasse liegen. Da war wohl die Ladung nicht gesichert oder nicht angeschnallt.

Ich komme an dem kleinen Ort an und gehe erst mal einkaufen. Gemüse, Tomaten mit Zwiebeln und Obst, Mandarinen, Äpfel und Bananen, für 43dh und neben an 2kg Zucker und 2 Brote für 17dh.

Eigentlich wollte ich noch einen gegrillten Fisch essen gehen, aber das Restaurant machte für mich keinen Einladen Eindruck. Statt dessen bin ich in ein kleines Lokal und habe nach Suppe gefragt.

15dh mit Brot, leider Lauwarm

Ich bin mit meiner Wahl unzufrieden aber dafür satt. Ich denke, wenn man sehr gutes Essen zum kleinen Preis von Guimim gewohnt ist, geht es nur noch bergab. Ich bin jetzt auch fast 1200km südlicher davon.

Ein paar km zur Küste ist auch mein Übernachtungsplatz. Ich fahre erst mal voll vorbei und sehe dafür die Flüchtlinglager oder vielleicht die Fischer Häuser.

Slum Sieglung mit Abfall

Beim zweiten Anlauf finde ich auch die WoMos aufgereiht an einer Mauer.

Die Franzosen sind nicht gerade begeistert, als ich zwischen 2 Womos einparke. Ich bin natürlich so höflich vorher zu fragen, ob das recht sei. Die nicht nette Welsche fummelt mit den Armen herum, ich nehme an sie versucht mich einzuweisen, vertraue aber zu 100% meiner Kamera. Trotzdem bedanke ich mich für ihren Einsatz höflich.

Ehemalige Kaserne

Ich erkundige erst mal die Umgebung ausgiebig mit einem schönen Spaziergang.

Ich finde auch eine sehr interessante Blüte, die einfach aus dem Boden kommt.

Gelbe Cistanche

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gelbe_Cistanche

Hier gibt es eine große Flotte von kleinen Booten.

Zurück zu Rosali begrüße ich zwei meiner Franzmänner und Nachbarn. Jeder frägt mich ob ich französisch sprechen. Ich sage Englisch und Recht gut Deutsch, aber sie verstehen nichts 😉

Ich muss dringend auf Toilette, was daraus kommt, damit kann ich die Mauer neu verputzen – sind das schon die Bohnen, wann war die wirklich, nicht gut.

Die Nacht war okay, ich bin wohl mehr mals aufgewacht.

Zum Frühstück gibts 2 weiche Eier und Tomaten mit spanischem Käse.

Da es in Marokko kein Hart Käse gibt, hätte ich vermutlich 1kg/Monat einpacken sollen. Also bei mir gute 4kg.

Ein Nachbar schenkt mir einen Fisch! Ich bin begeistert und gebe ihn dafür eine Flasche Rose, die ich moch im Lager habe. Mauretanien ist sowieso Alk nicht erlaubt.

Dabei finde ich noch 500g Spanischen Kaffee- hurra! Der Marokkanische ist bescheiden.

Geißbrasse

Ich schraube mal wieder meine Küchen Armatur ab. Der Auslas hat einen Riss. Vermutlich Frostschaden. Hab ich auch schon mal geklebt. Leider spritzt immer etwas Wasser, wo eigentlich kein Wasser sein sollte.

Um 18 Uhr hole ich meinen Grill raus. Leider ist der Heckbereich ein Staub. Muss da erst mal ordentlich putzen.

Nach 20min aufheizen braucht der Fisch nur noch 8min von jeder Seite und fertig!

Mit vollem Bauch bin ich schon um 20Uhr müde.

Die Temperaturen sind ganz okay.

12 bis 33°C im Dezember

Ersatzteil ist schon mal bestellt. Das kostet weniger als mein Teuerer Kleber.

Die Tage vergehen.

Ich verbringe die meiste Zeit in Rosali.

Am Dienstag sehe einen Wasserwagen vorbei fahren und winke ihn ran. Erst will er nicht mit seinem Dickenschlauch, aber ich nehme die Gießkanne als Verjüngung. Aber ich verschätze mich mit der Menge. Dachte ich bin schon voll und gib ihm 10dh für geschätzte 50l. Aber ich bin gerade halb voll.

Trotzdem Dusche ich erst mals ausgiebig neben Rosali. Schön mal wieder sauber zu sein.

Meine etwas sehr wenig bekleideten Franzosen, Sie läuft mit Hängetitten und ausgeleierten Stringtanga herum und die Schamlippen klatschen Beifall dazu, vermacht mir noch 5 mal 5l Wasser Kanister, die ich auch in Rosali einlade.

Abends kommt immer wieder Militär und Polizei vorbei.

Abends immer das gleiche. Abendmahl und Sonnenuntergang.

Sylvester ist auch nur ein Tag, wie jeder andere auch.

Mein Kuhlschrank ist leer und ich bereue es nicht noch mehr Vorräte aus Spanien mit gebracht zu haben. Eine Packung Wurst ist glaube ich das letzte was ich finden kann und esse ich mit heiß Hunger.

Abends immer das gleiche Ritual. Gewürze (Koriander, Kreuzkümmel, Kardamom) in Öl heiss machen, Zwiebel in Ringe und Tomate in Scheiben dazu. Gute Sosse, ganz ohne Salz.

Zeit für mich zu gehen. Ich habe keine Nudeln, Reis, Zwiebeln, Tomaten, Früchte,Brot, Eier, Wasser mehr.

Puntilla de las Raimas

Ich fahre ein paar Kilometer und sehe auf der linken Seite ein Blau Weißes Gebäude.

Wasser Aufbereitung

Ich gehe ans Tor, aber sehe niemanden. Ich möchte schon umdrehen und sehe einen jungen Mann. Ich nehme meine 17 und 20l Kanister und gehe ans Tor. Der Man füllt mir die Kanister umsonst mit dem Schlauch auf und trägt sogar einen für mich zu Rosali. Als Dank lege ich ihm 10dh ans Tör, da ich ihn nicht wieder sehe.

Ein paar Kilometer weiter passiere ich den Tropischen Krebs. Ab hier steht die Sonne zweimal pro Tag senkrecht.

Nördlicher Wendekreis WiKi

Ich sehe eine Abfahrt und bin neugierig. Ich sehe auf meine zwei Apps p4n und iO2 keine Einträge. Da hält auch schon ein Dachkamper aus Deutschland hinter mir. Mir ist das Fahrzeug mit 3 mal F schon mal aufgefallen, wir wechseln etwas Infos aus und beschließen den Weg nach hinten zu fahren.

Nach 5km winkt ein grünes Männchen wild mit den Armen. Ein Soldat ohne Waffe, ich bin lieb und warte, bis er an der Strasse ist. Die FFF halten neben mir. Das Grüne Männchen ist etwas überfordert, als er hört, dass wir nicht zusammen gehören. Er möchte den Fahrzeugschein sehen und macht ein Foto für irgend eine Whatsapp Gruppe. Dann können wir fahren.

Ich muss nicht alles verstehen, aber auch gut. Ich fahre bis ans Ende der Strasse, bleibe aber erst mal auf Asphalt. Ich habe keine Lust auf Abenteuer. Dafür mache ich einen super langen Spaziergang am Meer entlang.

Die Spitze der Insel ist Militärisch, was ich natürlich übersehe und von einem Soldaten heraus begleitet werde. Ohne Zaun und Schilder ist es auch schwer zu wissen 😉

Zurück zu Rosali Wäsche ich erst mal die Frontscheibe und die Aussenspiegel.

Ich bin gerade auf der Toilette da hält neben mir ein Geländewagen ohne Frontscheibe. Militär. Die Jungs sind Freundlich und wollen meinen Pass sehen. Kaum sind wir fertig kommt die Frage nach Whisky? Ich verneine! – Bedrücktes Schweigen, ich dreh mich schon um – Hasch???!!! Ich bekomme mich nicht mehr vor Lachen ein. Denen ist es wohl sehr langweilig.

Whisky/Haschisch Militär 😉

Ich genieße den Sonnenuntergang ziemlich alleine.

Ich mache mir eine Nudelsuppe und bin schon langsam müde. Da sehe ich ein Blaulicht. Die Polizei möchte auch noch mein Pass sehen und findet sogar den Einreise Stempel. Alles gut und sehr freundlich. Polizei ist wohl besser bezahlt als Militär.

Wenn ich schon draußen bin, kann ich gleich noch ein Foto vom Sternenhimmel um 23Uhr machen.

Gigantisch ohne Lichtverschmutzung

Es ist auf jeden Fall ein sehr interessanter Platz und nicht überlaufen.

El Argoub, Strand

Eigentlich wollte ich noch einen Zwischenstopp machen und Duschen, aber genau an der Abzweigung ist eine Baustelle und der Boden sieht tief aus, also schön bleiben lassen.

Der zweite Platz ist da schon viel besser, Asphalt bis zum Strand.

Abends dusche ich gemütlich draußen und fühl mich wieder sauber 😉

Am nächsten Tag ist mein Brauchwasser fast leer und die Pumpe saugt schon Luft. Zum Glück gibt es 2km entfernt eine Pump Station, die aus 400m Wasser hoch pumpt. Ich gebe den Arbeitern je 5 dh und hab dafür wieder einen vollen Wassertank.

Auf dem Rückweg finde ich einen Marrokaner, der sich festgefahren hat. Ein Mitamper hilft schon beim ausschaufeln. Ich habe schon meinen 6.4to Seil heraus hergeholt, da kommt noch ein weiterer Kämper mit seinen 4×4 an. Ich überlasse ihm gern die Abschlepp Arbeit.

Ich gehe Abends etwas spazieren.

Ich schüttle gerade einen Stein aus meinen Sandalen, da komm ich ins straucheln und liege schon auf der Seite. Die Korallenriffe sind schärfer als sie aussehen.

Neben kleineren Arbeiten ist mein Staubsauger jeden Tag im Einsatz.

Ein Franzman hat Probleme mit seinem Anlasser, so helfe ich ihm bei der Demontage.

4×4 Panda bj 89

Es kommt Heiligabend und bei mir gibt es zweierlei Fisch und schönen Sonnenuntergang.

Am ersten Weihnachtsfeiertag gibt es zum Frühstück einen Granatapfel und zum Abendessen Rotkohl mit Speck auf Reis und wieder einen schönen Sonnenuntergang.

Leider ist mein frisch Wasser bis auf 4,5l gesunken. Auf dem Weg nach Süden gibt es einen Platz zum Auffüllen.

Dakhla, Kirche

Ich entschließe mich einen Platz direkt in der Stadt anzufahren. Ich muss mein InWi Monatsbeitrag bezahlen und Vorräte einkaufen, wäre auch nicht schlecht.

Hier gibt es einen militärischen Stützpunkt.

Ich genieße endlich wieder im Restaurant zu essen.

Am liebsten würde ich in jedem Restaurant einen Stopp machen 😉

InWi bezahle ich für den 3. Monat nur noch 125dh, das ist nicht mal 13€ für unlimitiertes iNet! 😉

MTel lade ich wieder mit 50dh auf, einfach um sicher zu sein, wenn eins ausfällt.

Das war wohl die alte Abwasserleitung
Telekom Gebäude? Riesige Schüssel in der Stadt

Wenn ich schon beim Essen bin, hier gibt es sehr guten Tee per Glas und Art Pfannkuchen. Mit Honig schmeckt es noch besser.

Wir bekommen Ost Wind direkt aus der Wüste, das heißt sehr viel Staub in der Luft und natürlich in jeder Ritze. PPM10 Level erreicht das Max von 500 an meiner Skala.

Ich finde mein lokales Lieblings Lokal.

3 Kebab mit Brot für 27dh

Ich rüste auch meine Gewürze auf.

Koriander, Kreuzkümmel, Kardamom und ein Streuglas für mein Chili.

Ich versuche auch mal ein Fisch Gericht, leider ist das ein gewürfel mit Wurst und Käse und auch noch recht teuer.

Gemenge aus vielen-zu vielem.

Ich mache einen ausgedehnten Spaziergang am Meer entlang. Hier warten viele Kühlanhänger auf ihre Ladung.

Eigentlich ist die ganze Stadt etwas seltsam. Eine Mischung aus Armee Stützpunkt und Fischerei Flotte. Dazu gibt es hier kaum gewachsene Strukturen. Das einzigste was ich als spanisch erkennen konnte sind einstöckige Häuser und diese werden abgerissen und gehen 2 Stöckige Beton Bauten ersetzt.

Ich versuche noch ein weiteres Restaurant, bin aber maßlos enttäuscht.

Salat im Brot – im Ernst?

Ich bin jetzt fast 2 Monate in Marokko. Ich war 6 (beim ersten Abheben hab ich gleich 2 mal abgehoben) mal beim Geldautomat und hab je etwa 190€ abgehoben, wobei ich immer 1k-2k dh in Reserve habe. Also ohne Fähre etwa 500€/Monat inclusive iNet, Gasoil, Andenken und Restaurant.

Alle Abhebungen sind bei der Postbank und mit der gleichen KK erfolgt.

Entweder steigt der mdh oder der € ist nix mehr Wert. 3% in 2 Monate ist eine Deflation 18% pro Jahr.

Dakhla, Strand

Auf dem Weg zu Dakhla, fällt mir die große Baustelle auf an der Strasse. Hier wird wohl eine Wasserleitung neu verlegt.

Mein erster Stopp ist der bekannte KM25.

KM 25

Hier finde ich auch meine 3 kleine Schweizer wieder und stoppe kurz um Hallo zu sagen.

Der erste Schweizer pfläumt mich an was ich den hier den möchte. Ich denke erst, der ist schon etwas älter und langsamer im Gehirn und sage ihm, dass die 3 vor ein paar Stunden direkt neben mir geparkt haben. Der erste Schweizer schüttelt nur den Kopf, das könne ja gar nicht sein. Schweizer 3 fällt es langsam ein und ich denke, jetzt fällt langsam der Groschen. Aber weit gefehlt, der 1. Schweizer motzt mich gleich an, ob ich ihm hinterher gefahren wäre um mich ihm anzuschließen?

Da platzt mir der Kragen, solche Arrogante Schweizer kenne ich zu genüge von daheim, da brauche ich mich nicht auch hier mich mit solch arroganten Leute befassen. Ich drehe mich um und lasse das CH Pack stehen. Hier steht sowieso alle sehr eng, wie auf einem Parkplatz und dazu noch gepaart mit Arroganz. Nein Danke!

KM 15 schaue ich mir auch an. Es ist aber leider ein Flüchtlingslager geworden.

Auf beiden Seiten des Flusses sind Zelte aufgestellt.

Ich habe keine große Lust hier die Nacht zu verbringen. Früher oder später bekomme ich Besuch und vermutlich auch eine Liste an Wünschen, die ich erfüllen soll, wo vermutlich auch wieder ein Samsung Handi dabei ist.

Ich mache noch Stopp in der Nähe von Strassen Läden um mich mit dem Notwendigsten einzudecken. Unter anderem ein Kilo Nudeln, das hier offen verkauft wird.

Weiter geht’s zur Atlantikküste, da ist eine Promenade in der Nähe einer Polizeistation.

Bei Nacht sehe ich die Lichter der Stadt.

Nichts aufregendes, ausser das Abends immer Einheimische zum Alkohol trinken kommen.

Ich beschäftige mich viel mit mir selber. Marokko ist kein einfaches Reiseland, wenn man Freisteht. Kinder, Bettler, Händler, selbst ernannte Aufpasser, Polizei, Militär und Flüchtlinge. Jeder will was von Dir.

Ich gehe etwas spazieren, aber hier ist alles voll mit Müll.

Der Platz ist auf Dauer nicht ideal, da nachts immer wieder Betrunken auftauchen und mit Autos oder Mopeds herumfahren.

Der Fussweg in die Stadt ist auch zu weit.

Klippe, Tankstelle

Heute geht es mach Boujdpur. Der Plan war eigentlich sehr einfach am Fischereimarkt zu parken mit der Hoffnung einen guten Fisch zugekommen.

Leider merke ich schon bei meiner Ankunft, dass eine Horde von Kinder auf mich aufmerksam wird. Dann geht es recht schnell. Erst klopfen zwei Mädchen und verlangen Bonbons. Kaum bin ich draußen kommen 10 Junge auf mich zugesturmt und wollen vom Kugelschreiber, (Steilus) über Tshirt, Hose, Teddybär bis zum Handi alles haben. Ein paar Ältere Junge kommen und wollen die Kleinere vertreiben und rufen mir zu, ich sollte die Polizei anrufen. Als nächstes sehe ich, dass die Älteren Steine auf nehmen und auf die Jungen werfen. Langsam wird es mir zu viel. Ich habe den Überblick verloren und überhaupt keine Lust hier den Abend und sogar die Nacht zu verbringen.

Auch der zweite Platz in der Stadt ist mir nicht wohl und ich fahre weiter nach Süden.

Ich komme zu einer Abzweigung und fahre zum Meer.

Mist, hier ist das übernachten nicht erlaubt.

Weiter geht’s zu den Klippen. Die Klippen brechen langsam auseinander und stürzen ein.

Leider sind viele der Klippen von Zelten besiedelt und ich habe keine Lust herauszufinden, ob das arme Marokkanische oder Flüchtige sind, die sich hier ein Quartier haben.

Also ein paar km weiter zu einer Tankstelle, wo 3 LKWs hinten an der Klippe stehen.

Ich freue mich gerade einen guten Platz gefunden zu haben, heize mein Brauchwasser auf und gehe in der Badehose duschen. Da kommt schon der erste auf mich zu, keine Ahnung was er will, ich verstehe nur, ob ich einen Grossen hätte und ich gebe ihm zu verstehen, dass ich hier gerne ungestört alleine duschen möchte. Langsam reicht es mir nämlich.

Kaum ist es Nacht, da kommt das Militär an und bitten mich 20m vor zu fahren, da anscheinend die Küste überwacht wird. Wie die Überwachung stattfindet ist mir schleierhaft, aber ich spiele einfach mit und setzte 20m vor um endlich Ruhe zu haben und bin dann schon mehr als Bett reif.

Am nächsten Morgen reinige ich noch meine Kaffeemaschine, die hat es wieder Nötig.

Als ich Rosali startklar mache, sehe ich 3 Fahrzeige neben mir Parken. Ich hab die garnicht kommen gehört. Ein LKW mit Genfer Nummer und 2 mit Dachzelt. Ich winke noch, als die Fahrzeuge losfahren.

Dann geht es weiter nach Dakhla.

Tarouma, Moschee

Heute geht es nicht sehr weit. Ich finde ein kleines Dorf, an dem ich in der Mitte des Dorfplatzes stehen kann.

Ein Polizist in Zivil, also vermutlich jemand hHöheres kommt vorbei und unterhält sich mit mir. Pass möchte er auch gerne sehen mit dem Einreise Stempel. Alles okay.

Abends gibts einen Spaziergang zu ein paar Fischerbooten, die bei einem Militär Posten liegen. Natürlich darf ich nur so fotografieren, dass keine militärische Einheiten oder Gebäude drauf sind.

Auf dem Rückweg komme ich in einen Staubsturm. Die Sicht geht sehr schnell nach unten und ich freue mich ein Licht in der Ferne zu sehen, was wohl mein Ziel ist.

Zurück in Rosali gibt es Abendessen.

Am zweiten Tag verbringe ich die meiste Zeit in Rosali.

Irgendwie fehlt mir die Ruhe. Immer neue Plätze zu finden, anzufahren und zu bewerten strengt an. Die Anzahl der Plätze nimmt gefühlt stark ab, da es hier nur eine große Nord Süd Strasse gibt.

So bleibe ich auch einen zweiten Tag.

Sonnenrot im Küchenfenster.

Foum el-Oued, Parkplatz

Heute geht’s an der Küste entlang zu einem kleinen Ort mit Industrie Anlage und einem Gasflaschen Service.

Die Gasfüllstation macht schon kurz nach 15Uhr dicht, dafür macht die Fabrik um 8Uhr morgens auf.

Ich parke auf ein bewachten Parkplatz und gehe spazieren. In der Stadt finde ich einen Laden der geräucherte? Oder gebackene Fische verkauft.

Gar nicht schlecht

Gegen 21Uhr kommt noch Liam mit Hund vorbei. Er ist auf dem Rückweg vom Süden. Anscheinend nicht so toll, aber er gibt mir noch ein paar Tips mit auf dem Weg.

Wir plaudern fast bis nach Mitternacht und verabschieden uns am Morgen.

Für mich geht es erst mal zu einer Wasserstelle meine Wasserflaschen auf zu füllen.

Danach direkt zum Gaswerk. Nach 10min hab ich zwei ausgefüllte Gasflaschen für je 50dh.

Wenn man denkt, dass ich in Deutschland weit über 20€ für eine Flasche bezahlen muss, ist es hier wirklich billig.

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