Am ersten wollte ich mir das Fladenbrot holen. Aber alles voll mit kleinen Baguettes. Also schnapp ich mir 2 und ab zur Kasse. Erstaunlicherweise kosten beide nur 2dh.
9,5 Cent – 1dh
Eine gute Stunde weiter bin ich endlich aus Agadir und den hundert Kreisverkehre draußen. Ich sehe einen Markt und mache einen Stop. Hier gibt es Fuchsschwänze, aber der Händler ruft 200dh auf, lächerlich.
Dafür Ende ich im Restaurant und muss sagen, wow:
4,75€ – 50dh
Eigentlich wollte ich nur etwas kleines, aber mein Magen ist happy und ich auch 😉
Wenn ich schon hier bin, ziehe ich gleich mal 2000dh vom Automaten. Vom Gefühl, verbrauche ich viel Geld, aber natürlich sind es auch die Kosten fürs iNet was recht hoch waren und im nächsten Monat um einiges weniger werden sollte.
Ich komme zu einer Abzeigung und wie immer überlege ich, ob es 4km Wert sind hier zu fahren.
Nach 4km im 2 Gang komme ich zu meinem Platt für heute Nacht.
Nichts Spezielles, aber es gibt eine Klippe in denen Fischer leben.
Direkt am Meer
Die Treppe ist gut gemacht und es gibt sogar Leitungswasser für die einzelnen Höhlen.
Interessanter Platz
Abends bin ich mehr oder weniger alleine. Hier ist nichts.
Die Nacht war mit 17°C ganz angenehm. Statt einer Luftfeuchtigkeit von 20-30% gibts hier 50-70%.
Am Morgen gibts Kaffee und ich sortiere meine Bankfinanzen. D.h. ich buche von Konto zu Konto.
Der Euro ist gegen über dem Marokkanischen Dirham gefallen vor 3 Wochen hab ich noch für 2000dh 186,99€ gezahlt, jetzt zahle ich 189,89€. Immer bei der Postbank abgehoben mit der gleichen KK.
In Agadir einen Platz zu finden ist nicht leicht. Ich entscheide mich für einen Platz weiter draußen in den Bergen.
Auf der Strasse muss man auf vieles Achten. Fussgänger, Fahrradfahrer in der falschen Richtung oder natürlich Eselwagen. Ich erkenne manchmal nicht sofort, dass es ein Wagen ist und unterschätze die Distanz.
Die Strasse wird immer besser, leider der Verkehr auch immer dichter. Der Höhepunkt ist, als der 3 Spuriger Verkehr plötzlich auf eine Spur verengt wird, da der Kreisverkehr neu geteert wird. Kühler geht auf 90°C, Motorraum 50°C am Lufteinlass 40°C. Mein Handi meldet sich auch, dass es nicht mehr laden will und zu heiß hat. Im Kriechgang durch die Stadt macht keine Freude, ich bin so froh endlich draußen zu sein und freie Fahrt zu haben.
Leider war meine Planung nicht ganz perfekt. Die Route geht durch eine wunderschöne Gegend, leider ist mein Handi immer noch am abkühlen, deshalb kann ich keine Fotos machen. Erst geht’s über einen Kamm, an denen Dromedare Seelen ruhig auf der Strasse liegen. Anschließend durch ein schönes Tal, das Paradies Tal genannt wird. Ich bin fast erdrückt von den wechsel der Landschaft. Allerdings komme ich auch nur langsam voran.
Endlich erreichte ich mein Ziel und mache eine kleine Erkundungstour zu Fuss.
Ein kleines Vöglein singt noch ein Ständchen.
Am Abend gibts Würste mit Brot und noch ein paar Süßigkeiten.
Die Nacht war warm mit 23°C, aber auch sehr ruhig.
Morgens vor Sonnenaufgang um 8 Uhr
Am morgen heißt es erst mal Frühstücken, Kaffee und Dusche aufheizen. Heute will ich Duschen und Haare waschen. Rosali sauge ich gründlich und schau nach Öl, alles gut!
Ein Fahrfreier Tag ist wunderbar, den muss ich öfter mit ein planen.
Nach Sonnenuntergang mache ich mir noch eine Tasse Nudeln mit 2 Büchsen Tunfisch.
Die Nacht war wunderbar. Heute geht es raus aus dem Tal.
Es kommt eine rechts Abbildung und der erste km geht gut. Dann enge Gassen und Feldweg im Dorf und dazu Gegenverkehr. Ich sehe zum Glück eine Stelle zum wenden, das tue ich mir nicht an.
Ich sehe einen großen Markt in einer Stadt und halte sofort an. Hier gibt es alles zu kaufen und das zum lokalen Preis. Hier sind kaum Touristen.
2 Süße Stücke für je 2dh, Würste für 10dh, geröstete Erdnüsse 5dh, Nougat mit Nüssen mix 20dh, nochmals 5 Stück aus Bäckerei 6dh. Alles zusammen für 45dh. Zusätzlich gönne ich mir noch einen Fischteller für 30dh mit Salat und Brot.
Heute geht es zu einem Sonnenkraftwerk. Die Strasse geht wieder durch die Wüste und ab und zu gibt es kleine Bergketten.
Das Sonnenkraftwerk ist riesig. Ich mache einen Stop am Haupteingang. Leider gibt es keine Führung, die muss man Tage zu vor Anmelden.
Streifenhörnchen
Wir fahren zurück zum Tor 1 und die Strecke bis zum Ende. Überall Militär und Posten. Ich komme mir vor wie im Diktator Spiel und das alles von Deutschland bezahlt, nicht schlecht.
Einer von vielen Posten.
Die Strasse endet nach ein paar km und wir drehen um.
Viel gibt es nicht zu sehen von außen. Eigentlich sollten alle Spiegel auf einen zentralen Punkt zeigen, tut es aber nicht.
Weiter geht’s zum heutigen Ziel. Hier gibt es einen Klippenparkplatz.
Es geht den Bergrunter, wohl 60km/h ich bin mehr beschäftigt ein Foto zu machen.
Der Platz ist super. Ich bin beschäftigt Touris zu beobachten, die auf einen Berg steigen und das zu Tausenden. Gott sei dank, bin ich weit weg.
Touri nepp, 500m bachrunter und zurück
Ich unterhalte mich sehr gut mit Rudi aus CR und leihe mir sein Fernglas aus. Nicht schlecht. Zwar nur 8×30 (8fache Vergrößerung, 30mm Durchmesser), aber da siehst du die Touris wirklich gut 😉
Ich lerne auch, wie man Reis kocht. 1 Tasse Reis, 1,5 Tassen Wasser und kochen bis alles Wasser raus ist.
Reis mit Tintenfisch, lecker
1 Tasse ist wohl für 3 Leute gedacht, halbe Tasse Reis tust für mich wohl auch.
Die 2 Tage vergehen im Flug, ich könnte es hier noch eine Woche aushalten.
Heute geht’s weiter durch die Wüste. Ich wollte eigentlich noch Abfall entsorgen und Obst/Gemüse/Brot einkaufen, aber ich sehe keinen Laden. Vielleicht schau ich nicht richtig. Entlang der Strasse führt auch die Wasserversorgung.
Im Tal ist eine große Pumpstation
Plötzlich kommt mir Polizei gefolgt mit überbreiten LKW Transporter im hohen Tempo entgegen.
Wer sich für Waffendeals mit Ukraine/Israel/Tschechen Interessiert:
Auf meinem heutigen Pass halte ich an, aber hier sieht es nicht sehr einladend aus.
Ein paar Kilometer weiter kommt eine Abzweigung und ich sehe den See und damit den Platz für heute Nacht schon.
Der Platz liegt direkt am Wasser. Leider liegt auch viel Müll herum. Nachdem ich 1h Müll gesammelt habe, gefällt es mir besser.
Rudi kommt auch an und leid mir sein Klapprad zum Testen.
750€ – haben will 😉
Ich sammle nich etwas Feuerholz und bin im Element.
Ich finde noch einen Kieferknochen und wir sind am Rätseln was es sein könnte. Hund, Schaf, Ziege, Esel…
Der Reisszahn deutet auf Schwein hin.
Die Nacht war sehr ruhig. Am Morgen streiten ein paar Hunde um die Fischgräten, die in einer Feuerstelle liegen. Als ich los fahre kommt noch ein Hirte mit Ziegen und Schafen vorbei.
Heute geht es etwa 90km weiter zur nächsten Touristen Attraktion. Wenn man hier in Marokko ist, dann muss man das wohl ein mal gemacht haben.
Die Strasse geht durch die Wüste und ist recht gut. Manchmal kann man sich hier die Dromedar Karavanen vorstellen, die von Oase zu Städten oder Dörfer gezogen sind und Waren getauscht haben. Heute liefert ein LKW wohl die selbe Menge.
Die Wolken machen das Fahren sehr angenehm.
In die Dades Schlucht gibt es einen Weg wo jeder durch muss.
Beflaggung für den 6. November.
Am Ende der Schlucht gibt es den obligatorischen Aufstieg. Ich muss bei jeder Kurfe aufpassen, dass ich genügend Platz habe und mir kein LKW entgegen kommt.
Oben gibts erst mal Pause und ich gedenke hier zu bleiben.
Eine Hündin bringt ihr Welpen im Maul die Klippen herunter genau neben der Strasse. Das Ergebnis kann man sich vorstellen
Ich gib dem Kameljungen Apfel und Mandarine. Gegen 18Uhr ist seine Arbeit getan und er geht heim, kurz danach auch der Händler mit sein Touri Zeugs.
Zurück bleibe ich mit einem schönen Abendrot.
Die Nacht wird wohl um die 10°C werden und ich mache mir ein paar Fleischnudeln. Danach geht es ab ins Bett.
Wenn man an einem Touri Brennpunkt übernachtet, hat das natürlich den Nachteil, dass man schon recht früh gestört wird.
Ab 7 Uhr ist hier ein Betrieb. Angestellte kommen mit Busen. Toyotas kommen mit Turisten. Ich irgendwann auch mit einem Kaffee in der Hand. Um 9 Uhr ist immer noch keine Sonne draußen, aber für mich Zeit zum gehen.
Ich fahre die Kurfen wieder runter und mir kommen ein paar Motorräder entgegen, die wohl noch nie Kurfen gefahren sind. Der beste war der Letzte, der hat einen Toyota überholt und stand dann plötzlich auf meiner Spur vor mir. Glück gehabt, dass ich Schrittgeschwindigkeit gefahren bin und anhalten konnte.
Sonst geht es die Strasse von gestern wieder zurück.
Heute geht es von 700m.on der Wüste auf 1700m zur Schlucht.
Die Dromedare sagen ein letztes Mal ade, ich glaube ich vermisse die leise Treter jetzt schon. In der Abendsonne können die Kamele auf 50m ran kommen, ohne dass man was sieht oder hört. Meist ist das Handi vom Führer, das erste was mir auffällt, erst danach sehe ich die Karawane.
Die Strasse geht mehr oder weniger gerade durch die Wüste.
Das spannende ist die Wahl der Tanksäule, da ich wieder nicht weiß was Diesel und was Benzin ist. Spritverbrauch liegt knapp über 10l/100km. Alles okay 😉
An der Abzweigung gibts zum ersten mal was interessantes zu sehen.
Danach biege ich rechts ab und ab dann könnte ich ein Film drehen, nach jeder Kurve gibt es was interessantes zu sehen.
Waschtag nicht für Touris
Die erste Stadt ist in die Hänge gebaut und die fruchtbaren Felder sind im Tal.
Nach dem Ortsausgang sieht es noch gut aus.
Gleich da nach kommt der Touri Hochburg.
Erinnert mich an Peta in Jordanien, ausser dass man in Jordanien nicht mit dem Auto als Tourist reinkommt.
Die Strasse nicht schlecht, aber beim letzten Regen hat es Dreck und Gestein herunter gewaschen und es muss noch aufgeräumt werden.
Es gibt einige Wasserfurten und Stellen mit Geröll, sonst ist die Strasse okay.
Wir kommen hoch zum Stausee, ab hier sieht es aus wie eine Mondlandschaft.
Hier gibt es zwar Übernachtungsplätze, aber ich ich traue den Aufgeweichten Boden nicht und bin froh einen Kampingplatz zu finden.
Zur Begrüßung gibt es Chai mit Keksen.
Kamping für 50dh ist okay
Ich mache einen Rundgang durchs Dorf. Natürlich hast du an jeder Ecke Kinder die nach Bumbum, Dinar, Caramel oder sonstigem Fragen. Ist hier wohl ein beliebtes Kinderspiel.
Ich bin um 18Uhr schon müde, entweder von der niedrigen Luftfeuchtigkeit von unter 30% in der Wüste, den Sonnenbrand oder dem Muskelkater vom Töfffahren.
Ich fülle noch 50l Wasser nach, fülle meine Trinkflaschen, leere Toilette. Hunger!
Ich bin froh, dass es einen warmen Ofen gibt und was zum Essen. Danach bin ich reif fürs Bett.
Die Nacht war frisch. Ich gehe trotzdem duschen. Haare waschen ist dringend angesagt. Kaum bin ich zurück in Rosali, klopft es und Brot kommt. Nicht schlecht.
Noch einen Kaffee dazu und aufs Dach steigen, die Sonne genießen.
Rosali von oben.
Das Leben hier ist echt. Das Haus wird mit dem Vieh geteilt.
Zeit wieder runter zu fahren. Es gibt zwar eine Verbindungstrasse, aber da wird gebaut und 10km im Bachbett hab ich keine Lust.
Morgens um 10, hab ich die Schlucht fast für mich alleine.
Einmal muss man wohl die Schlucht gemacht haben. Mir reicht’s.
Langsam kommen wir meinem Klima näher. Es gibt die ersten Palmen und es ist THemd Wetter bei offenen Fenster 😉
Wir kommen an einem Stausee vorbei, leider schau ich dabei nicht auf den Tacho und rolle mit Motorbremse im 4. Gang den Berg hinunter. Ganz unten hinter dem Schwarzweißen Schild sitzt ein Polizist mit Radarpistole und hat mich mit 77km/h auf 345m gemessen wo 60 erlaubt sind.
Was tun? Mich in Seitenstraße verdrücken und auf Abend warten? Umkehren? Um die Busse zu umgehen. Ich fahre weiter und prompt werde heraus geholt. 150dn, 14€.
Ich dachte erst 150€ und fange an zu lachen. In der Schweiz würde ich jetzt 240CHF zahlen.
Der Polizist entschuldigt sich vielmals und stellt mir auch eine Quittung aus. Da ist auch eine zweite Radar Kontrolle, ich sollte auf passen. – Am liebsten hätte ich den Polizisten geknuddelt!!! So lieb, so höflich und nett! – Und ganz klar, mein Fehler!
Weiter geht es an einer Schlucht vorbei.
Sobald ich anhalte kommen die Händler auf mich zu, es nervt und ich fahr weiter.
Ich sehe einen Gasflaschen an der Strasse und halte einfach mal an. Ich wollte immer schon mal auf die Marokkanische Flasche wechseln, damit ich mit meinen deutschen Gas nicht sparen muss.
Der Händler spricht super Französisch, was mir aber nicht weiter hilft. Eigentlich sollte Nr2 auf die Französische Flasche als Adapter passen, aber irgendwie geht’s nicht. Aber Nr4 passt. Ich mach auch etwas Spülmittel drauf, alles dicht. Gerd brennt super gut und Kühlschrank springt sofort an. Der Preis ist 50dh für die Füllung und 80dh für die Flasche. Vermutlich bekomme ich die 80dh nie wieder zurück, aber es ist trotzdem halb so teuer wie in Deutschland. Erstaunlich die Preise hier. Oder anders gesagt, erstaunlich die Gewinne der Firmen in Deutschland 😦
Damit hab ich in der ersten Woche alle meine Ziele erreicht. Ich habe iNet, Gas und alles was ich mir gewünscht hatte.
30km vor meinem Ziel mache ich noch einen Einkauf Stopp. Für 29dh kaufe ich kiloweise Trauben, Äpfel und Mandarinen.
Etwas weiter 2 Brote für 3dh. 1kg Datteln für 50dh und 1 KG Rindfleisch für 100dh.
Damit bin ich für die Wüste bereit 😉
Am Ortsausgang nehme ich noch einen Anhalter mit bis zur nächsten Stadt.
Kaum verabschiede ich den Anhalter, kommt schon Nathan mit dem Moped auf mich zu, begrüßt mich und zeigt mir den Weg zu seinem Kamp. Guter Freund!
Kaum ist Rosali geparkt…
…bietet Nathan mir an sein Bike zu testen. Wüste Sand Moped und ich! Wer kann da schon nein sagen 😉
Ich komme gerade zum Sonnenuntergang zurück.
Wir werfen das Fleisch auf den Grill und es gibt noch Beilagen dazu. Danke Beth!
Sternenhimmel mit Freunden in der Wüste! Mein Grinsen ist so breit, dass ich gar nicht mehr weiß wohin ich schauen soll 😉
Die Nacht ist frisch, aber angenehm zum schlafen. Ich kann natürlich den Sonnenaufgang kaum erwarten und bin um 7 schon wieder wach.
Morgens kommen ein Schwarm von Türkentauben vorbei, die nach Körner und Larven picken. Vielleicht gibt es sowas wie Flugschule für die Tauben?!
Für mich ist es ein Genuss einfach hier zu sitzen und die Farben der Wüste anzuschauen.
Tagsüber sauge ich Rosali aus, finde einen guten Platz meiner vollen und nicht angebrochen, deutschen Gasflasche im Staukasten.
Das Rot der Wüste.
Sonnenuntergang
Abends sitze ich mit Nathan und Beth zusammen und grille. Danke ihr Lieben!
Nach dem Grillen gibts Sterneschauen mit Pink Floyd The Wall Album.
Go Pro
Die Tage vergehen und ich finde es sehr befriedigend einfach dazusein.
Wenn man natürlich erst Kaffee aufstellt und dann vergisst, dann sieht es so aus 😦
Zeit zum Putzen
Tagsüber gibt es einige Fliegen. Nachts lasse ich meinen Tennisschläger laufen und das sieht dann nach Massaker aus.
Beste Anschaffung gegen Moskitos und Fliegen
Rudi hat sich gestern Festgefahren. Einen Unimokfahrer aus HH gefragt, ob er ihm helfen kann. Antwort ‚Kannst am Kampingplatz anfragen.‘ – Solch ein Abschaum braucht niemand.
Rudi kommt vorbei.
Nathan packt seine Pistolen aus und wir nehmen eine leere Büchse als Ziel.
4,5mm Gas
Wieder einen Tag erfolgreich verbracht.
Am nächsten morgen helfe ich Nathan die Lager am Lenker der HD zu reinigen. Das Zeug Rostet vor sich hin.
Heute müssen wieder Touristen angekommen sein, die Karavanen ziehen zu den Touristen raus.
Abends gehe ich mit Nathan wieder Bike fahren. Dies mal zu dem See. Vorbei an gefühlt 20 Touristen Burgen.
Sobald wir angehalten haben kommen 6 Mädchen angerannt. Irgend welche kleine Kamelle Modelle verkaufen, dicke Dollar Bündel tauschen oder einfach nach Geld zu betteln.
Für mich ist die Bettelei ungewohnt, ich denke es ist wie Schlaglöcher, man muss sich einfach daran gewöhnen 😦
Die Rückfahrt ist anstrengend, neben dem Staub hab ich auch noch die Sonne im Gesicht. Im tiefen Sand hab ich sogar die Honda einmal abgewürgt, aber alles okay.
Am Abend, das gleiche Schauspiel. Wüstenrot und Sonnenuntergang anschauen und Grillen.
Heute bekommen wir Besuch von einer Hündin, in der ich mich sofort verliebe.
In ihrem Magen landen alle Knochen. Wüstenbaby 😉
Es kommen noch Patrick aus Dresden und die 2 Holländer von den Affenpark vorbei. Ich habe noch 1,5l Milch und mache einen riesigen Pudding für 5 Leute.
Das ist der letzte Abend für mich morgen früh geht’s weiter.
Heute geht es über den hohen Atlas. Der Pass ist auf 2188m. Eigentlich wenn die Nacht bei 4°C auf 1700m und Regen angekündigt ist, dann wundert man sich nicht, wie das Wetter oben ist. Ich fahr trotzdem…
Die Berberhäuser sehen mehr wir schlecht als recht aus. Kleben etwas am Berg, dann läuft wenigstens das Wasser ab…
Die Fahrt fängt gut an. Es hängen etwas die Wolken tief, aber sonst alles gut.
Weitere 100 Höhenmeter weiter, kommt Regen mit Schnee.
Die Sicht geht nach unten und bald sehe ich den ersten Schnee in der Landschaft.
Ist mal wieder klar. Ich will in die Wüste und was bekomme ich Schnee 😦
Meine Scheibenwischer kämpfen gegen den Schnee an, aber der Schnee gefriert und mein Scheibenwischer kratzt nur noch. Ich mache am Pass einen Stopp und reinige die Frontscheibe von Schnee und Eis.
Die Winterreifen machen sich bezahlt. Trotzdem schleiche ich mit 40km/h den Berg hinunter. Ich habe keine Lust ins rutschen zu kommen.
Irgendwo muss der Schnee ja hin, der bildet große Pfützen auf der Strasse und die Bäche schwellen an.
Der Schnee ist zum Glück weg. Noch etwas Regen.
Die Strasse geht am Berg entlang. Daneben der Fluss.
Zeit einen Raststop zu machen und nach was essbaren Ausschau halten.
Niere waren am Besten
50dn/4,40€ lässt sich sehen
Die Strasse ist okay, da kann man nicht klagen.
Neben mir wird der Fluss immer größer.
Die ganze Wege sind aufgeweicht, deshalb versuch ich erst gar nicht etwas weg von der Strasse anzufahren.
Ich beschließe kurz vor 5 Schluss für heute zu machen und einen Kampingplatz anzufahren.
Ich gehe runter zum Fluss und schaue mir das ganze von Nähe an.
Ich wollte noch mein Landstromlader ausprobieren und werfe mein Stromkabel aus. Die LiPo Akku lädt hier auch. Werde morgen mal schaun bis zu welcher Spannung der Lader lädt.
Wenn ich schon am spielen bin, dann hole ich auch noch meine Heizung raus und werfe die Heizung auf „niedrige“ an, Sicherung hebt. Auch gut 😉
Auf 19Uhr hab ich das Abendessen bestellt.
Hähnchen mit Kürbis
Granatapfel
Danach verziehe ich mich ins Bett.
Am morgen Dusche ich ausgiebig. Ja, schon wieder. Dachte eigentlich für Oktober ist das Duschen beendet, aber wenn es umsonst ist, dann muss ich es auch mitnehmen.
Naja, umsonst ist es natürlich nicht ich zahle 80dh fürs Kamping. Strom geht nicht extra, deshalb hatte ich es auch schon warm. 100dh fürs Abendessen, naja Strassenessen finde ich besser.
Nach dem Duschen quatsche ich noch mit den Hamburger neben mir, sehr interessante Leute 😉
Wenn ich schon dabei bin, leere ich Toilette und fülle 40l Wasser auf. Jetzt bin ich eigentlich fertig für etwas Freistehen.
Heute Regnet es, also guter Zeitpunkt weiter zu fahren.
Sobald ich aus der Stadt heraus bin, fahre ich an eine Tankstelle und fülle Rosali wieder mit Diesel auf. Wir sind jetzt 471km gefahren und der Sprit verbrauch liegt unter 10l, genau 9,91l/100km. Also schlecht ist der Diesel hier nicht.
Der Regen hört auch bald auf und die Aussicht ist gut.
Auf einer schmalen Strasse sehe ich ein paar Autos geparkt und halte auch an. Der Grund sind die Affen 😉
Atlas Affen
Die Affen sitzen überall herum.
Ich habe noch ein Stück Brot aus Spanien, das ich den Affen gerne verfüttere.
Ein paar Minuten später erreiche ich mein Ziel für heute.
Auch hier sind Hunde und Affen. Vorallem viele Affen. Kaum mach ich mir einen Tee, da kommen auch noch Schaf und Ziege vorbei. Da ist ein ganzer Zirkus unterwegs.
Blick auf der Küche
Ein Holländerpaar ist etwa 100m entfernt und ich geh mal hallo sagen. Beide sind super nett und auch länger unterwegs.
Zurück zu Rosali bringt mir noch eine Marokkanische Familie mir Chai und was würziges vorbei, was an Pfannkuchen erinnert. Ich gehe gleich rüber und bedanke mich herzlich dafür. Super nette Leute 😉
Abends gibts noch Nudeln mit Sardinen mit Tomaten und Chai.
Die Nacht war herrlich ruhig und endlich mal dunkel. Hier ist nichts was stört. Die Nacht war mit 4,7°C auch recht frisch.
Heute ist auch wieder Regen angekündigt, also weiter fahren.
Zum Kaffee sehe einen Welpen ums Auto schaun und eine Horde von Affen, die in den Ästen turnen.
Heute geht es weiter über den hohen Atlas. Damit sollten die Temperaturen steigen.